An der Rheumatologischen Ambulanz unserer Abteilung werden Menschen mit schmerzhaften entzündlichen Erkrankungen an den Gelenken und an der Wirbelsäule, mit Autoimmunerkrankungen an mehreren Organen und an den Blutgefäßen sowie Patient*innen mit einer Unter- und Überfunktion des Abwehrsystems (Immundefekte und Autoimmunerkrankungen) im Sinne eines universitären Referenzzentrums behandelt.
Im ausführlichen persönlichen Gespräch wird gemeinsam mit Ihnen ein Plan für die Diagnostik und Behandlung Ihrer Erkrankung entworfen. Dieser richtet sich nach Ihren Bedürfnissen und den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft. Neue Therapieformen aus der international vernetzten Forschung unserer Abteilung eröffnen auch in bisher schwer behandelbaren Erkrankungen neue Möglichkeiten.
CAR-T-Zelltherapie in der Rheumatologie
Innovative Immuntherapie an unserem Abteilung
Die Behandlung rheumatologischer Autoimmunerkrankungen entwickelt sich dynamisch weiter. Mit der CAR-T-Zelltherapie steht an unserer Abteilung nun eine hochinnovative Immuntherapie auch in der Rheumatologie zur Verfügung.
Was ist eine CAR-T-Zelltherapie?
Bei der CAR-T-Zelltherapie werden körpereigene T-Zellen der*des Patientin*Patienten entnommen, gezielt gentechnisch verändert und anschließend reinfundiert. Diese modifizierten Immunzellen können krankheitsverursachende Immunzellen hochspezifisch erkennen und ausschalten. Das Therapiekonzept wurde ursprünglich in der Onkologie etabliert und zeigt inzwischen vielversprechende Ergebnisse bei schweren Autoimmunerkrankungen.
Einsatz in der Rheumatologie
Die CAR-T-Zelltherapie kommt bei ausgewählten Patient*innen schweren, therapieresistenten rheumatologischen Autoimmunerkrankungen in Betracht, wenn etablierte Therapien nicht ausreichend wirksam sind. Ziel ist eine nachhaltige Modulation des fehlgesteuerten Immunsystems bis hin zu langanhaltenden Remissionen.
Die CAR-T-Zelltherapie wird an unserer Abteilung im Rahmen von Studien mit einem interdisziplinären Behandlungskonzept angeboten. Rheumatologie, Hämatologie/Onkologie, Immunologie, Transfusionsmedizin und weitere Fachdisziplinen arbeiten dabei eng zusammen, um eine sichere und individuell abgestimmte Therapie zu gewährleisten.
Ausbau von Forschung und Entwicklung
Neben der klinischen Anwendung wird die CAR-T-Zelltherapie an unserem Standort gezielt weiter ausgebaut. Schwerpunkte sind die Teilnahme an klinischen Studien, die Entwicklung neuer Therapieansätze für Autoimmunerkrankungen sowie die enge Verzahnung von Forschung und Patient*innenversorgung. Die Indikationsstellung erfolgt individuell nach sorgfältiger Prüfung. Gerne beraten wir Patient*innen sowie zuweisende Ärzt*innen zu den Möglichkeiten dieser Therapie.
In der Symbiose aus Patient*innenbetreuung, Forschung und Lehre liegt die Einzigartigkeit und der Mehrwert unserer Klinischen Abteilung. Daher wird die Abteilung gemeinsam von der Medizinischen Universität Graz und der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. betrieben. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den beiden Träger*innen am Standort LKH-Universitätsklinikum Graz spiegelt sich auch auf unserer Website wider. Weitere Informationen über die Patient*innenbetreuung finden Sie auf der Website des LKH-Universitätsklinikums Graz.